
„Kindheit ist zum Spielen da, nicht zum Schuften.“
„Doch wo Eltern arm bleiben, müssen Kinder arbeiten.“
„Die Lösung ist nicht Mitleid. Sondern faire Löhne.“
Weltweit arbeiten laut aktueller Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nach wie vor rund 140 Millionen Kinder. Davon befinden sich über 50 Millionen in gefährlicher Kinderarbeit.

Was ist
Kinderarbeit?
Gefährliche Kinderarbeit
Arbeit, die Sicherheit, Gesundheit und Moral gefährdet.
Die schlimmsten Formen
Sklaverei, Zwangsarbeit, Prostitution und Konflikteinsatz.
Globale Entwicklung & Ziele
Fortschritte, Rückschläge und das SDG-Ziel 8.7.
Nicht jede Aufgabe, die ein Kind übernimmt, ist automatisch Kinderarbeit. Doch wenn Arbeit Kinder um ihre Kindheit bringt, sprechen wir von einer Verletzung grundlegender Rechte.
Als Kinderarbeit wird Arbeit definiert, die Kindern ihr Potenzial und ihre Würde raubt, ihrer psychischen und physischen Entwicklung schadet und sie vor allem vom Schulbesuch abhält.
Wir unterscheiden dabei verschiedene Formen der Ausbeutung und betrachten die globale Entwicklung:
WARUM ARBEITEN KINDER?
Kinderarbeit ist kein Zufall. Sie ist die Folge verschiedener, miteinander verknüpfter Ursachen. Im Zentrum steht dabei fast immer Armut.
ARMUT & ÜBERLEBEN
Rund die Hälfte der weltweiten Kinderarbeit findet in der Selbstversorgung statt. Reicht das Familieneinkommen nicht, müssen Kinder mitarbeiten, um das nackte Überleben der Familie zu sichern.

KONFLIKTE
In Konfliktgebieten arbeiten 21 % der Kinder – viermal so viele wie in stabilen Ländern. Wer auf der Flucht ist, kann nicht zur Schule gehen und rutscht in die Arbeit ab.

KLIMAWANDEL
Dürren und Extremwetter vernichten Lebensgrundlagen. Dieser Einkommensverlust zwingt Bauernfamilien oft dazu, verstärkt auf die Arbeitskraft ihrer Kinder zurückzugreifen.

FEHLENDE SICHERHEIT
Wo staatliche soziale Absicherung (wie Krankenversicherung) fehlt, ist Kinderarbeit oft der letzte Ausweg bei Krisen oder Krankheit der Eltern.
